23 Februar 2011 - 20:30

Angesichts wachsender Proteste in der arabischen Welt hat Saudi-Arabiens König Abdullah der Bevölkerung finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt.

  Der langjährige Herrscher kehrte am Mittwoch nach drei Monaten ärztlicher Behandlung im Ausland in seine Heimat zurück. Am selben Tag wurden die Hilfen angekündigt, deren Volumen auf 35 Milliarden Dollar geschätzt wird. Saudi-Arabien hat 18 Millionen Einwohner.Vor allem jungen Arbeitslosen soll unter die Arme gegriffen und Familien erschwingliches Wohnen ermöglicht werden, außerdem wolle man die hohe Inflation ausgleichen. Staatsbedienstete erhalten zudem eine 15-prozentige Gehaltserhöhung.Nicht die Rede war dagegen von politischen Reformen, wie sie von Oppositionellen gefordert werden. Doch der Sturz der ägyptischen und tunesischen Präsidenten hat auch in Saudi-Arabien dazu geführt, dass im Internet Reformen gefordert werden. Hunderte haben eine Facebook-Kampagne unterstützt, die für den 11. März zu einem "Tag des Zorns" und Protestforderungen für eine gewählte Regierung, mehr Rechte für Frauen und die Freilassung politischer Gefangener aufruft.